- „Beckett’s Werk ist Musik für mich“ – Samuel Beckett und die Musik
- Zwischen Minimalismus und Jazz – Der Schweizer Komponist und Pianist Nik Bärtsch
- Zwischen Club und Klangkunst: Musik als Zustand – Der Komponist und Softwareentwickler Robert Henke alias Monolake
- Spiel mit den Grenzen – Alte Musik zwischen Improvisation und Crossover
- „Reise in den Kosmos der Klänge“ – Der Komponist George Crumb
- Ruth Crawford Seeger
- Hans Helfritz, Komponist und Reiseschriftsteller zum 100. Geburtstag (25. Juli 1902)
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„Beckett’s Werk ist Musik für mich“ – Samuel Beckett und die Musik
Autor und Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: Deutschlandfunk / Atelier für Neue Musik / 2006
Sendetermin: Deutschlandfunk / 15.04.2006
Länge: 43.09
Der irische Schriftsteller Samuel Beckett (geb. 13. April 1906) trennte Zeit seines Lebens streng zwischen Privatleben und Werk. Erst seit seinem Tod 1989 und dem Erscheinen der bedeutenden Biographie von James Knowlson (1996, dt. 2001) werden die biographischen Aspekte im Werk Becketts untersucht, darunter auch dessen Verhältnis zur Musik. Zu diesem Thema veröffentlichte Mary Bryden 1998 ein Buch, das in dieser Sendung vorgestellt wird.
Beckett war nicht nur ein versierter Pianist, sondern er verwendete auch ganz bewusst musikalische Elemente in seinem Werk. Thema und Variation, Rhythmus und Dynamik. Die englische Schauspielerin Billie Whitelaw, die unter Becketts Regie zahlreiche Uraufführungen gespielt hatte, behandelte seine Texte als wären sie Musik. Kein Wunder, dass auch zeitgenössische Komponisten verführt waren, seine Texte zu vertonen, oft gegen den Widerstand des Autors.
Die Sendung will einerseits den musikalischen Kosmos des Dichters untersuchen, wo Schubert, Haydn und Beethoven die Hauptrolle spielen, und andererseits eine Reihe von Kompositionen vorstellen, die durch Becketts Texte angeregt worden sind, darunter Werke von Morton Feldman, Heinz Holliger und Luciano Berio.
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Zwischen Minimalismus und Jazz – Der Schweizer Komponist und Pianist Nik Bärtsch
Autor und Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: WDR3 / WDR3 ART / 2006
Sendetermin: WDR / 16.11.2006
Länge: 58.33
Der Schweizer Komponist und Pianist Nik Bärtsch hat mit seinen zwei Ensembles, der akustischen Band MOBILE und der elektronischen RONIN, seit 2002 bereits sechs CDs veröffentlicht, die aber kaum über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden sind. Dies hat sich schlagartig geändert, als RONIN im Frühjahr 2006 bei dem renommierten Label ECM in München die CD STOA herausbrachte.
Nachdem Skeptiker sich überzeugen liessen, dass die Musik nicht aus dem Computer kommt, sondern live gespielt ist, bringen inzwischen internationale Tourneen die Band nach Berlin, Wien oder Tokyo.
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Zwischen Club und Klangkunst: Musik als Zustand – Der Komponist und Softwareentwickler Robert Henke alias Monolake
Autor und Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: Deutschlandfunk / 2006
Sendetermin: Deutschlandfunk / 30.12.2006
Länge: 43.02
Die elektronische Musik war schon immer eng an die technische Entwicklung der Maschinen gekoppelt. Von der Tonbandmaschine bis hin zum Computer.
Auf der Bühne sind die Geräte allerdings langweilige Partner. Die Musik läuft per Knopfdruck ab. Mehr gibt es nicht zu sehen.
Einer der wichtigsten Vertreter der Berliner elektronischen Musikszene, der Komponist und Musiker Robert Henke, passte sich deshalb sein technisches Handwerkszeug selbst an. Eine inzwischen preisgekrönte Software, die den Musikmarkt in kürzester Zeit eroberte. Das Programm LIVE erlaubt es, das Studio mit auf die Bühne zu nehmen, und dem Musiker darauf zu spielen als wäre es ein Instrument.
Soundexperimente zwischen Klangkunst und den Clubs der globalen Elektroszene.
> zur Website von Robert Henke
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Spiel mit den Grenzen – Alte Musik zwischen Improvisation und Crossover
Autor und Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: WDR / 2005
Sendetermin: WDR3 / WDR3 ART / 31.03.2005
Länge: 58.46
In der Schola Cantorum Basiliensis, Vorreiter in der Wiederentdeckung der vergessenen Musik und Instrumente des Mittelalters und der Renaissance, wird heute die Improvisation gross geschrieben. Ein Widerspruch, da die alte Musik historisch so genau und authentisch wie möglich wiedergegeben werden soll?
Im Mittelalter wurde kaum etwas vollständig notiert. Der Generalbass vom 16.-18. Jahrhundert genau so wenig ausgeschrieben. Es wurde improvisiert, ausgeschmückt, in stilistischen Grenzen variiert.
Wie die Vertreter der alten Musik diese Kunst wieder erlernen, wie sie sich in anderen musikalischen Formen und Kulturen umsehen, um Rückschlüsse auf unsere vergangene Musikkultur zu ziehen, ist Thema der Sendung.
Zu hören sind unter anderen der Lautenist Ken Zuckerman, der Musik aus dem Mittelalter der traditionellen Musik Nordindiens gegenüberstellt, Jesper Christensen, der zwischen Jazz- und Generalbass-Improvisationen hin und herpendelt, der Gambist Paolo Pandolfo und seine Ausflüge in die neue Musik, der Sänger Andreas Scholl oder die irische Sängerin Kathleen Dineen, der die Volksweisen ihrer Heimat genau so am Herzen liegen wie die Lieder der Renaissance.
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„Reise in den Kosmos der Klänge“ – Der Komponist George Crumb
Autor und Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: Deutschlandradio / 2004
Sendetermin: Deutschlandradio / 16.03.2004
Länge: 55.02
Der amerikanische Komponist George Crumb (1929) kreierte Anfang der sechziger Jahre seinen eigenen Klangkosmos und setzte sich damit bewusst gegen den damals vorherrschenden Postserialismus ab. Er zählt heute zu den bedeutendsten und innovativsten Komponisten Amerikas.
Die ruhige Stimme des Komponisten entführt den Hörer in seine durch Debussy, Mahler und Bartók inspirierte Musikwelt mit ihren zarten und verfremdeten Klängen, die ganz ohne Elektronik auskommen.
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Ruth Crawford Seeger
Autor + Regie: Jean-Claude Kuner
Produktion: WDR / 2003
Sendetermin: WDR / 03.07.2003
Länge: 14.17
Jahrzehntelang fristete die Komponistin Ruth Crawford Seeger ein Dasein als Randnote in der Musikgeschichte Amerikas. Man kannte sie entweder als Herausgeberin amerikanischer Volkslieder oder als Mutter ihrer berühmten Kinder - die Folk-Sänger Mike und Peggy Seeger - und als Stiefmutter von Pete Seeger.
Erst seit der Herausgabe einer ausführlichen Biographie der amerikanischen Musikwissenschaftlerin Judith Tick (1997) und der Einspielung wesentlicher Werke von Ruth Crawford Seeger auf CD in den nachfolgenden Jahren lässt sich das Schaffen einer der interessantesten zeitgenössischen Komponistinnen der USA überblicken.
Nach anfänglichen Erfolgen hielt die 1932 gegründete Familie sie auf Jahre ab ihre Arbeit als Komponistin experimenteller zeitgenössischer und dissonanter Musik fortzusetzen. Zwischen 1932 und 1951 entstand nur ein einziges Werk. Erst 1952 nahm sie nach langem Schweigen an einem Kompositions-Wettbewerb teil. Doch Ruth Crawford Seeger ereilte mitten in diesem neuen Aufschwung ein Krebsleiden, dem sie nur sehr kurze Zeit später erlag.
Ruth Crawford wurde am 3. Juli 1901 in East Liverpool im Bundesstaat Ohio geboren und starb am 18. November 1953.
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Hans Helfritz, Komponist und Reiseschriftsteller zum 100.Geburtstag (25. Juli 1902)
Autor: Jean-Claude Kuner
Regie: D.W.Meissner
Produktion: WDR / 2002
Sendetermin: WDR / 25.07.2002
Länge: 14.09
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Der Komponist, Reiseschriftsteller, Kameramann und Photograph Hans Helfritz (1902-1995) führte ein abenteurliches und vielfältiges Leben.
Seine Reisen nach Südarabien brachten ihm während der frühen dreissiger Jahre internationale Aufmerksamkeit. Als erstem Europäer war es ihm gelungen die schwer bewachte Stadt Shabwa zu betreten, unter der die Schätze der Königin von Saba vermutet wurden. Er drehte unter Lebensgefahr einen Film für die Ufa und photographierte die Ruinenstadt. Von diesen Reisen brachte er auch Musik mit, die frühesten erhaltenen musikethnologischen Aufnahmen aus dem Jemen, die heute zum Memory of the World Programm der Unesco gehören.
Ab den 1930er Jahren wurden seine Abenteuer- und Forschungsreisen von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt. Helfritz drehte Kulturfilme, verfaßte an die 25 Bücher über seine Reisen durch alle möglichen Erdteile, darunter Südostasien, China, Japan, Mexiko, Guatemala, Bolivien und die USA.
Hans Helfritz war aber auch Komponist. Er schrieb zahlreiche Werke, vor allem vor dem Krieg in Deutschland und sehr erfolgreich während seines Exils in Chile von 1939-59.
Er starb am 21. Oktober 1995 in Duisburg.
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